Histologie

Im Vordergrund stehen hier die Identifizierung von Zellen, Zellstrukturen, Gewebestrukturen und Substanzen sowie die Bestimmung ihrer Eigenschaften.

Histologische Untersuchungen sind eine wichtige Voraussetzung für die Beurteilung von Lebensmitteln tierischer Herkunft geworden. Die Prüfungen werden mittels mikroskopischer Gewebeschnitte und spezieller Färbungstechniken durchgeführt.
Im Kontext der Probennahme und des Präparationsverfahrens besitzen histologische Präparate eine hohe Aussagekraft bezüglich der Zusammensetzung eines Lebensmittels.

Diese Methode eignet sich insbesondere zur Feststellung und mengenmäßigen Abschätzung von Zutaten in stärker zerkleinerten Produkten (z.B. Frikadellen). Auch der Zerstörungsgrad von Geweben in stückigen Fleischerzeugnissen (z.B. Kochschinken) lässt sich auf diese Weise überprüfen. Insofern liefert die Lebensmittelhistologie sowohl qualitative als auch quantitative Antworten auf eine Vielzahl aktueller Fragestellungen.

Wir bieten Ihnen folgende Prüfverfahren:

  • Bestimmung der unterschiedlichen Gewebetypen und ihrer Struktur, insbesondere der Muskelzellen
  • Identifizierung von Drüsen- und Schleimhautgewebe mittels der Hämalaun-Eosin-Färbung sowie der Färbung nach Calleja
  • Nachweis von Knochenpartikeln mittels Pikrinsäure-Alizarin-Färbung, alternativ mittels Kossafärbung
  • Identifizierung von Wursthüllenbestandteilen und wiederverarbeitetem Brät mittels Hüllenfärbung nach Charvat
  • Bestimmung des Destrukturierungsindex (MDI = Meat Destructuration Index) von Fleisch mittels Bildanalysealgorithmen.
  • Dieses innovative Verfahren dient der präzisen und reproduzierbaren Festsetzung/Abgrenzung von Separatorenfleisch gemäß der Definition der Verordnung (EG) Nr. 853/2004 (Anhang I).
  • Qualitative Bestimmung von Faserstoffen nach Behrens
  • Nachweis von pflanzlichen Fasern in Fleischwaren mittels Polarisationsmikroskopie
  • Bestimmung des Feinbrätanteils in Kochpökelware mittels softwaregestützter Flächenanalyse
  • Nachweis von Sarkosporidien in Rinder- und Schweinefleisch nach HE-Färbung
  • Nachweis von Verdickungsmitteln mittels PAS-Färbung mit und ohne Amylasebehandlung sowie der Alcianblau-Färbung

Ihr Ansprechpartner

Gerd Untiedt
Associate Director of CRM
envelopeguntiedt@nsf.org