Obst und Gemüse

Wir analysieren Obst und Gemüse als Einzelprodukte oder als Bestandteil von Produktzubereitungen. Kernbereiche der Untersuchungen sind die instrumentelle Rückstandsanalytik zum Nachweis von Pflanzenschutzmitteln, Nitrat, Schwermetallen und Mykotoxinen sowie mikrobiologische Prüfungen zum Nachweis von Verderbniserregern und pathogenen Keimen.

Rückstandsanalytik

Der Obst- und Gemüseanbau ist auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln angewiesen. Diese synthetischen Stoffe bergen häufig ein akutes bzw. chronisches Gesundheitsrisiko und nehmen Einfluss auf den Naturhaushalt. Deshalb sind ihre Verwendung und die zulässigen Rückstandsmengen genau geregelt. Außerdem sind bei Obst und Gemüse die Rückstände von Nitrat, Schwermetallen und Mykotoxinen relevant und ebenfalls in amtlichen Verordnungen und/oder durch Spezifikationen geregelt.

In unserem hochmodernen, QS-anerkannten Rückstandslabor bestimmen wir die Rückstandssituation Ihrer Produkte u.a. mittels folgender akkreditierter Methoden:

Pestizide
  • Multimethoden mittels LC-MS/MS und GC-MS/MS
  • Perchlorat/Chlorat
  • Fosetyl/Phosphonsäure
  • Ethephon
  • Glyphosat
  • Dithiocarbamate
  • Gesamtbromid
  • Chlormequat, Mepiquat, Maleinsäurehydrazid
  • weitere Einzelmethoden

Unser Analysespektrum umfasst sämtliche für die Produktgruppe relevanten Wirkstoffe. Anhand von Befundsituationen, Wirkstoffzulassungen etc. wird das Spektrum regelmäßig wissenschaftlich begutachtet und überarbeitet. Die für die Multiuntersuchungen angewandte QuEChERS-Methode (ASU L 00.00-115) erlaubt eine schnelle und zugleich sehr präzise Analytik. Zusammen mit der grundsätzlich eingesetzten Tandem-Massenspektrometrie erzielen wir hervorragende Ergebnisse bis in minimale Rückstandsbereiche. Diese Fähigkeit weisen wir regelmäßig in internationalen Ringversuchen nach. Neben der Bewertung der Rückstandsbefunde anhand der amtlichen Grenzwerte (VO (EG) 396/2005) führen wir standardmäßig eine Bewertung anhand des toxikologischen Grenzwertes ARfD (Acute Reference Dose) für Sie durch.

Wir sind anerkanntes QS-Rückstandslabor und Partnerlabor des HDE fruitmonitoring, des BNN (Bundesverband Naturkost Naturwaren) sowie des Fresh.Point-Rückstandsmonitoring. Darüber hinaus arbeitet unser Institut als Gründungsmitglied kontinuierlich im Fachausschuss Deutsche Laborgemeinschaft Obst und Gemüse (DeLOG) des Deutschen Fruchthandelsverbands (DFHV) mit.

Nitrat und Schwermetalle

Pflanzen nehmen über Boden und Wasser Blei, Cadmium, Quecksilber sowie Arsen auf und reichern diese an. Dabei kann es zu gesundheitlich relevanten Konzentrationen kommen. Grenzwerte für Blei und Cadmium in Obst und Gemüse sind im Anhang der VERORDNUNG (EG) Nr. 1881/2006 geregelt.

Nitrat findet sich als Kontaminante hauptsächlich in Gemüsekulturen und ist für wichtige Kulturen in der Verordnung (EG) 1881/2006 geregelt.

Mykotoxine

Mykotoxine sind Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen. Viele dieser Stoffe sind extrem giftig. Ihre zulässigen Höchstgehalte werden in der Verordnung 1881/2006 geregelt. In Trockenobst, Getreiden, Nüssen und Gewürzen können hohe Gehalte an Aflatoxinen auftreten. In Abhängigkeit von der Frucht kann eine Untersuchung auf weitere Mykotoxine (Ochratoxin, Patulin) sinnvoll sein.

Mikrobiologische Untersuchung

Mikrobiologische Parameter in Obst und Gemüse – entweder unverarbeitet oder vorgeschnitten und verpackt – gewinnen zunehmend an Bedeutung. Richt-, Warn- und Grenzwerte liefern unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) sowie die VERORDNUNG (EG) Nr. 2073/2005 über mikrobiologische Kriterien für Lebensmittel. Da Obst und Gemüse häufig ohne Durcherhitzung verzehrt werden, kommt pathogenen Keimen bei diesen Lebensmitteln eine besondere Bedeutung zu.

  • aerobe Gesamtkeimzahl
  • Enterobakteriazeen
  • E. coli (EHEC)
  • koagulase-positive Staphylokokken
  • Salmonellen
  • Listerien
  • Bac. cereus
  • Hefen
  • Schimmelpilze
  • Hepatitis A
  • Noroviren
  • u.a.m.

Ihr Ansprechpartner

Torsten Pöppelbaum
Key Account Manager - Rückstandsanalytik
envelopetpoeppelbaum@nsf.org