Hygiene von Reinräumen und Lebensmittelverpackungen

Die Haltbarkeit von Lebensmitteln unterliegt vielen inneren und äußeren Einflüssen. Entscheidend als messbare Größe ist neben der mikrobiologischen Beschaffenheit des Produktes vor allem die Prozesshygiene. Hierunter verstehen wir sowohl die mikrobiologische Reinheit der Raumluft als auch die hygienische Beschaffenheit der produktberührenden Betriebsmittel.

Zur Bestimmung der Prozesshygiene bieten wir die Messung der Raumluftqualität (Keimzahlbestimmung, Anzahl der Partikel pro Größenklasse) sowie die klassischen Sedimentations- und Abklatschverfahren an.

Eine wichtige Rolle in der Qualitätsarbeit spielt auch die Verpackungshygiene. Die Verpackung eines Lebensmittels soll dieses vor äußeren Einflüssen schützen und trägt damit entscheidend zur Qualität des verpackten Produktes bei. Gleichzeitig kann die Verpackung Ihr Lebensmittel aber auch erheblich negativ beeinflussen. Neben mikrobiologischen Analysen sind insbesondere chemische und sensorische Prüfungen ratsam.

Die Rahmenverordnung zu Lebensmittelkontaktmaterialien VO (EG) Nr. 1935/2004 schreibt vor, dass Materialien im Kontakt mit Lebensmitteln keine gesundheitsgefährdenden Substanzmengen abgeben dürfen. Die Zusammensetzung des Lebensmittels darf nicht unvertretbar durch die Verpackung verändert werden. Auch die organoleptischen Eigenschaften des Lebensmittels (Geruch, Geschmack) dürfen nicht beeinträchtigt werden.

Bei der chemischen Analyse wird das Verpackungsmittel auf Substanzen untersucht, die für den Einsatz in Materialien mit Lebensmittelkontakt nicht oder nur bis zu bestimmten Grenzwerten zugelassen sind. Ebenfalls wird überprüft, ob und in welchen Mengen Stoffe aus dem Verpackungsmaterial in das Lebensmittel übergehen.

Analysenparameter sind u.a.:

  • Gesamtmigration/Globalmigration nach VO (EU) Nr. 10/2011
  • Bestimmung gesetzlich regulierter Substanzen und unerwünschter Kontaminanten aus Verpackungs- und Betriebsmitteln, z. B.
    • MOSH/MOAH aus Recyclingkarton oder Schmierstoffen (mittels LC-GC/FID)
    • Weichmacher aus Kunststoffverpackungen (mittels GC/MS)
    • weitere Parameter je nach Zusammensetzung der Materialien
  • mikrobiologische Prüfungen nach IVLV-Empfehlung bzw. DIN

Bei der sensorischen Prüfung untersucht ein geschultes Sensorikpanel, ob die Verpackungsmaterialien einen Eigengeruch besitzen und ob sie unter den vorgesehenen Prozess- und Lagerbedingungen eine Beeinträchtigung der organoleptischen Eigenschaften Ihres Produktes verursachen können.

Wir als Dienstleister im Bereich der klassischen Lebensmittelhygiene haben alle oben genannten Faktoren gleichermaßen im Blick und bieten ganzheitliche Analysen des hygienischen Prozessstatus an.

Haben Sie Fragen? Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne!

Ihr Ansprechpartner

Gerd Untiedt
Associate Director of CRM
envelopeguntiedt@nsf.org