Prüfung von Verpackungsmitteln

Die Verpackung ist elementarer Bestandteil des Produktes und kann dessen Qualität und Verkehrsfähigkeit erheblich beeinflussen. Entsprechend hoch sind die diesbezüglichen Anforderungen durch Handel, Verbraucher und Kontrollbehörden.

Wir prüfen für Sie Verpackungsmittel in Bezug auf Deklaration, Funktion und chemische Parameter.

Deklaration

In der Deklarationsprüfung wird kontrolliert, ob alle erforderlichen Kennzeichnungselemente auf der Verpackung vorhanden sind, ob sie korrekt formuliert sind und in Größe, Platzierung und Lesbarkeit den Vorgaben gemäß Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung (LMKV) bzw. Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (Lebensmittelinformationsverordnung-LMIV) entsprechen.

Funktion

Wir prüfen, ob die Verpackung die gewünschten Funktionen für Aufbewahrung und Schutz des Produktes erfüllt. Hierzu zählen insbesondere die Konservierung und Hygiene (Vakuum, Schutzgasfüllung, Reiß-/Bruchfestigkeit, Keimzahl). Darüber hinaus kann eine sensorische Prüfung des Lebensmittels Aufschluss darüber geben, ob die Verpackung das Produkt in Bezug auf Aussehen, Geruch, Geschmack oder Haptik beeinflusst.

Chemische Untersuchung

Bei der chemischen Analyse wird das Verpackungsmittel auf Substanzen untersucht, die für den Einsatz in Materialien mit Lebensmittelkontakt nicht oder nur bis zu bestimmten Grenzwerten zugelassen sind. Ebenfalls wird überprüft, ob und in welchen Mengen Stoffe aus dem Verpackungsmittel in das Lebensmittel oder in Lebensmittelsimulanzien migrieren. Dabei wenden wir die Verfahren zur Migrationsprüfung gemäß Richtlinie 82/711/EWG (einschließlich Änderungsrichtlinie 97/48/EC) bzw. VO (EU) Nr. 10/2011 an.

Wir prüfen u.a.:

  • Phthalate
    Phthalate werden vor allem als Weichmacher für Kunststoffe eingesetzt. In Lebensmittelverpackungen finden sich Phthalate beispielsweise in Dichtungen von Deckeln aus Weich-PVC (Twist-Off-Verschlüsse). Da Phthalate keine Bindung mit den Kunststoffen eingehen, treten sie leicht in das Lebensmittel über – vor allem bei fettreichen Produkten.
  • ESBO
    Die Abkürzung ESBO steht für epoxydiertes Sojabohnenöl. Dieser Stoff wird, genauso wie Phthalate, als Weichmacher und Stabilisator in PVC-Dichtungen eingesetzt. Aufgrund der Lipophilie der Substanz können besonders fettreiche Lebensmittel stark belastet sein.
  • UV-Drucksysteme
    Photoinitiatoren sind Bestandteile von Druckfarben und können auf das verpackte Lebensmittel übergehen. Sie sind toxikologisch relevant bzw. noch nicht abschließend bewertet. Zu den wichtigsten Vertretern dieser Gruppe gehören Benzophenon, 4-Methylbenzophenon und Isopropylthioxanthon (ITX).

Ebenfalls überprüfen wir die Einhaltung des Gesamtmigrations-Grenzwertes gemäß Richtlinie 82/711/EWG (einschließlich Änderungsrichtlinie 97/48/EC) bzw. VO (EU) Nr. 10/2011.

IR-Spektroskopie

Mittels IR-Spektroskopie können Verpackungsmittel auf Kunststoffbasis auf ihre Zusammensetzung bzw. auf die verwendeten Materialien geprüft werden. Diese Untersuchung gibt beispielsweise Aufschluss darüber, ob ein Verpackungsmittel aus halogenhaltigem Material wie etwa PVC besteht.

Je nach Zusammensetzung des Verpackungsmittels kann eine Prüfung auf weitere Parameter sinnvoll sein. Sprechen Sie uns gerne an – und verschaffen Sie sich mit unserem Analysespektrum für Verpackungsmittel Sicherheit über den Status Ihrer Produkte!

Ihr Ansprechpartner

Matthias Brüderle
Food Equipment & Food Packaging
envelopembruederle@nsf.org